Wolfgang Flöttl

Der Investmentbanker Wolfgang Flöttl verzockte Bawag Milliarden und musste dafür 2,5 Jahre (auf Bewährung) ins Gefängnis. Der mit der Enkelin von US-Präsident Eisenhower verheiratete Mann hat eigentlich alles was man sich wünscht. Von einem Luxusbüro in New York über ein Haus in den Hamptons bishin zu einer Frau die dank Ihrer Abstammung Macht und Einfluss besitzt.

Der gebürtige Wiener wurde in einem der größten Österreichischen Wirtschaftsprozesse zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt, weil er in den 90er Jahren die Bawag um mehrere Milliarden gebracht hat. Mit riskanten Karibik Geschäften brachte er die Bank und dessen Vorstand Dr. Helmut Elsner in große Schwierigkeiten.

Flöttl`s Karriere beginnt im Manhattan der 80er Jahre. Auf der Insel zwischen Hudson und East River beginnt der Harvard Absolvent bei der Investmentbank Kidder, Peabody Co. seine Karriere. Nach den ersten Jahren an der Wall Street macht er sich 1987 mit dem eigenen Fonds, Ross Capital Markets selbständig. Der Fonds besteht aus einem Netzwerk aus unzähligen Gesellschaften. Flöttl war eigentlich ein spitzen Händler und es gelang ihm zwischen 100 und 200 Millionen Dollar jährlich von Investoren einzusammeln. Mit diesem eingesammelten Vermögen war es in den USA möglich das 10 bis 20 fache an Krediten zu bekommen. Flöttl hatte also 1 bis 2 Milliarden Dollar in der Investment Kriegskasse.

Flöttls Jetset Leben

Ihm und seiner Frau gehört das Apartment 8/9B in der 740 Park Avenue. Dort wohnten schon die Rockefellers, Vanderbilts und auch Jackie Kennedy wuchs hier auf. Diese Immobilie war Flöttl 8 Millionen US Dollar wert. Er und seine Frau Anne Barbara Eisenhower zogen aber nie in die Wohnung ein. "Es war einfach zu groß", wird Flöttl zitiert. Dafür bewohnen die beiden zwei Straßenblocks weiter ein Appartement und besitzen ein Sommerimmobilie in den Hamptons, einen Butler, eine Luxusyacht, zahlreiche teure Autos und zwei Gulfstream-Privatflugzeuge.

Auch in der New Yorker Kunstszene kennt man Wolfgang Flöttl gut. Er wurde vom Auktionshaus Sotheby`s sogar als der Retter der New Yorker Kunstszene bezeichnet. Flöttl tritt als Mr. X auf und kauft Werke von Picasso, Degas und Zeitgenössisches von Jasper Johns und Willem de Kooning. Ein Bild von Cézannes "Jeune fille italienne se reposant" verkaufte er 2003 für fast 50 Millionen US Dollar an das Getty-Museum in Los Angeles (der von Ihm bezahlte Kaufpreis betrug nicht ganz die Hälfte). Und Picassos Frauenporträt "Le rêve", ersteigert für 48 Millionen Dollar und verkauft es an das Casino Unternehmen von Stephen Wynn für unglaubliche 62 Millionen US Dollar weiter.